Liebessandsturm
(Tooba Qaiser)
Herzsiegel hinter Gottriegel,
Gram glänzt im Prophetenspiegel,
die goldene Rose im Baum,
erzählt des Sufis Liebestraum.
Die Wüste Arabiens erwacht,
welch spirituelle Nacht,
Sternlichter und Visionenkraft,
der ewigen Liebe Blutsaft.
Der Liebesgeschichte Traumsand,
weht zu dir durch Gottes Schaumhand,
Liebessandsturm die Welt ergreift,
heilig Schwert Gottes Selbst eingreift.
Die Oase der Träne Preis,
Antlitz Gottes macht Seele heiß,
Körper schmilzt im Liebesfeuer,
Liebesdenkmal baut Gott teuer.
Der Gebete Regen Er fängt,
meine Liebefeder Er lenkt,
in Wüste Poesie entsteht,
mein Liebebuch durch die Zeit weht.
In Wind Stories merge, written on Death Verge
(Tooba Qaiser)
In silence hearts speak,
at night soul is weak,
love flame in the dark,
tear game since apart.
The soul cries for love,
heartbeat deadly rough,
in wind stories merge,
written on death verge.
Some love unexplained,
hellfire it feigned,
beautiful it made,
the woman's age shade.
Some love comes from God,
some love in poet's word,
some love caged in time,
eternal maze rhyme.
In dark no rose shines,
though love at night climbs,
love's got its dark side,
no love without tear fight.
This love is cosmic,
soul's divine tonic,
the eyes' divine spark,
God's light in the dark.
Der Liebe Pfeile
(Tooba Qaiser)
Wenn Sterne glänzen,
nur Liebe schätzen,
nach Wahrheit lechzen,
der Dunkelheit Fetzen.
Rein ihr Spiegelbild,
im Wasser schwimmt,
edel wie Tränenlicht,
mein Herz zerschmilzt.
Dunkel wie Bäume,
starr stehen Träume,
der Seele Zäune,
der Geheimnisse Räume.
Edel klingt Nachtmusik,
Liebe Zeit besiegt,
der Tod verschwieg,
ohne Macht er erliegt.
Mond weise scheint,
ganz zärtlich vereint,
zwei Herzen zertrennt,
Dekade Liebe brennt.
Wenn Jahre reden,
in Garten Eden,
der Trauer Fäden,
in Treue Läden.
Der Liebe Pfeile,
sie fliegen leise,
des Jenseits Reise,
des Gottes Seile.
Auch ohne Kuss,
trunken der Schuss,
wenn Liebe Lust,
auf Seele fußt.
Gottstern in Herzenssenke
(Tooba Qaiser)
Des Nachts schimmert der Liebe Tränke,
Gottstern funkelt in des Herzens Senke,
die Liebenden eint der Reinheit Fluss,
Geistesmacht geschmückt mit Edelmut Kuss.
Der Wahrheit Tiefen wir munter erkunden,
die Nachtvögel in selig Tanz umrunden,
den See, gefüllt mit dornig Rosen,
mit Leidenschaft, der wahren Liebe Tosen.
Wir spazieren getarnt in Nachtkleid fein,
des Leids Licht liegt in Augen mein,
meine Seele küssen die Blicke dein,
ein Sonngarten unsere Liebe rein.
Rosenduft
(Tooba Qaiser)
Im Feld regt und bewegt sich nichts,
im Trübsinn liegt die Welt vor sich,
im Gewölbe des Himmels türmen Gedanken sich,
der Wind streichelt sanft das Erdengesicht.
Im Dämmerlicht lernt die Seele atmen,
dein Geist schwingt hinauf zu den höchsten Sphären,
Frieden herrscht rundum und ganz leise erklingt,
meine Lebenssinfonie, die eine Nachtigall singt.
Meine Herzensgeschichte füllt den Raum um mich,
noch nie war die Einsamkeit so verführerisch,
im Rosenduft mengen Erinnerungen sich,
sein Antlitz lebt in meiner Augen Licht.
Wie seltsam wirkt doch das Weltenspiel,
wenn Trennung birgt das höchste Lebensziel,
wenn Tränen singen das reinste Liebeslied,
und füllen den See, wo wahre Sehnsucht liegt.
Wenn Vergangenheit zwingt zu Demut dich,
und Dankbarkeit spricht: Warum tatest du nichts,
als Liebe wohnte in jedem Blick,
bevor das Auge schloss für immer sich.
Als dein Lächeln ward sein Lebensglück,
deine Freude erlosch seinen Leidensdruck,
als deine Träne war seiner Nächte Pein,
seine Gebete galten dir, die Krankheit war klein.
Ich wünschte dein Herz würd schlagen noch,
der Dienst an dir wär mein selig Joch,
das Paradies auf Erden wollt schenken ich dir,
die Zeit war zu kurz für meine Liebe zu dir.
Im Moment des Scheidens war ich nah dir,
keine Klage runzelte die Stirn dir,
der Sinn des Lebens sei drum erfüllt dir,
das wünscht deine Tochter von Herzen dir.
Nichts bin ich und nichts will ich sein,
aus Staub gemacht, als Staub rein,
möcht gehen ich einst in die Erde Dein,
Lass bitte mein Leben nicht verschwendet sein.
Ich gehe voller Hoffnung am Wegesrand,
im Mondschein leuchtet mein Seidengewand,
die Rose trag ich in meiner Hand,
ihr Duft soll zieren mein Lebensgewand.
Selige Liebe
(Tooba Qaiser)
Ich glaubte, dass Liebe Sünde sei,
bis Liebe heilig ward,
ganz frei von Egobad,
ein Flug zu Himmelswasser.
Hinweg vom Körperreich,
hinein ins Seelenteich,
wo Liebe keinen Namen kennt,
und Einsamkeit in Freude lebt.
Wo Erhabenheit Nadeln trägt,
und der Seele Kleider webt.
Wo Edelmut und Herzluft,
Selbstlosigkeit und Großmut,
wo Gottliebe und Rosenduft,
werden Seelenlicht der Egogruft.
Wo Liebe Gottesnähe zeigt,
Seine Allmacht das Herz preist,
wo Demut wird zu Atemslied,
und Geisteskraft Macht gewinnt.
Wo Tränen Diamanten sind,
und Gebete der Seele Lied,
wo Ewigkeit im Geist liegt,
und Augenweide Gott nur ist.
Der Liebe Offenbarung
(Tooba Qaiser)
Der Liebe Wein ich ewig trink,
ihre Süße küsst mein Herz still,
ihr Rausch der Vernunft edel Wink,
ihr Becher gemacht aus Gottes Will.
Den Silberpfad mit dir ich geh,
auf Dornen gerne barfuß steh,
der Weisheit Gold in Tränen seh,
der Liebe Tiefe ich endlich versteh.
Des Herzens Fenster öffnet sich,
des Grams unheilbar Stich,
zerreißt die Seele mein unendlich,
in Scherben aus Offenbarung ewiglich.
Das Licht Gottes den Geist schmückt,
der Seele Regung sie weise führt,
neue Welten edel vor Augen rückt,
zwei Liebenden mit Heiligkeit kürt.
Beauty and Love
(Tooba Qaiser)
The Beauty sings with tears,
affectionate sounds her tragedy,
what grieves her heart, oh say:
True love adorns the pain, oh see:
My eyes a sea of star splendor,
my hair a night in the earth tomb,
my lips a seal of purity,
my heart a mirror of divinity.
My body a shell, its pearl: death,
my life the ocean, my tears its salt,
my happiness the waves, my grief the waves,
the love a light that compels beauty,
to reveal herself to the soul night.
And beauty speaks: I am a glass,
so your eyes don't see me,
but my purity touches your heart,
and your night can break me,
but divine your light and divine your love make me a diamond.
Treue
(Tooba Qaiser)
Eifersucht quält den,
der nicht weiß, was Treue ist,
ein Augenblick der Trennung ist Qual für den,
der weiß, was Treue ist.
Treue heißt vereint sein,
Ferne kennt sie nicht,
ein Blick ist ihr Genüge,
Worte braucht sie nicht.
Sie ist ein Garten,
der ewig blüht,
bewässert von der Träne,
die im Gebet heimlich strömt.
Sie ist ein Baum,
die Sehnsucht seine Frucht,
Seine Wurzel ist das Herz
und seine Reinheit kommt von Gott.
Wer kennt nicht die Entfremdung,
die entsteht durch die Zeit?
Doch ist die Zeit der Treue Sklave,
der Tod ihr Vernichter nicht.
In der Schwäche des Geliebten,
Schönheit finden,
Erfüllung ist dies,
ihre Prüfung: die Treue.
In der Wut der Geliebten,
entdecke den Schmerz,
ihr Gram ist ihr Tod,
ihr Grund: die Treue.
Nur wer sich selbst opfert auf dem Altar der Treue,
sein Ego vernichtet auf dem Pfad der Liebe,
weiß, dass kein Abschied Liebe beendet,
kein Pfeil der Gebete sein Ziel jemals verfehlte.
Drum bezwinge im Lichte der Treue die Dunkelheit,
und finde dich im Kosmos des Geliebten
in einer neuen Schöpfung wieder.